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BFD und FSJ
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Allgemeine Informationen

„Ab dem 01.07.2011 wird in Deutschland die Wehrpflicht und damit auch die Zivildienstpflicht ausgesetzt. Es besteht für junge Männer ab diesem Zeitpunkt keine Verpflichtung mehr, den Zivildienst abzuleisten.
Derzeit leisten 90.000 Zivildienstleistende ihren Zivildienst ab. Um den Wegfall der wertvollen Unterstützung durch Zivildienstleistende in den Zivildienststellen teilweise auffangen zu können, installiert der Bund ab dem 01.07.2011 den sogenannten BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD – mit insgesamt 35.000 Plätzen bundesweit.“
Der neue BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD soll parallel neben den bestehenden Freiwilligendiensten FSJ/FÖJ als neue Dienstform eines freiwilligen Vollzeit-Hilfsdienstes eingeführt werden.
Das Gesetz über den BFD ist am 3.5.2011 in Kraft getreten.

Anerkennungsverfahren für Einsatzstellen

Falls die Organisation bereits als Einsatzstelle für den Zivildienst anerkannt war, bleibt diese Anerkennung für den Bundesfreiwilligendienst bestehen.
Sollte die Organisation erstmalig als Einsatzstelle anerkannt werden, muss ein 3-seitiges Antragsformular ausgefüllt werden. Zusendung an den PARITÄTISCHEN LV Hessen und nach ca. vier Wochen erfolgt die Anerkennung.

Download Antragsformular und Ausfüllhilfe

Bundesförderung der BFD-Plätze

Die Einsatzstellen des BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD werden eine monatliche Förderpauschale pro BFD-Teilnehmerin/Teilnehmer vom Bund erhalten.
Gleichzeitig werden die bestehenden Freiwilligendienste wie Freiwilliges Soziales Jahr – FSJ – und Freiwilliges Ökologisches Jahr – FÖJ – ausgebaut.

Kostenblatt BFD für Einsatzstellen

Die Einsatzstellen des BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD erhalten eine mtl. Förderpauschale seitens des Bundes für die Beschäftigung von Freiwilligen
Die Höhe des Taschengeldes und der weiteren Geldbezüge wird in Angleichung an die Vergütung in den bestehenden Freiwilligendiensten festgesetzt.

Dienstbegleitende Seminare

Die Freiwilligen unter 27 Jahren haben einen Anspruch auf 25 Bildungstage innerhalb der 12 Monate Freiwilligendienst.
Diese werden sowohl vom ehemaligen Amt für Zivildienst als auch vom PARITÄTISCHEN Hessen mit den selben pädagogischen Standards wie für die TeilnehmerInnen des Freiwilligen sozialen Jahres durchgeführt.

Stellungnahme des PARITÄTISCHEN zur Einführung des BFD

Der PARITÄTISCHE hat seine Zivildienststellen im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens informiert, dass er diese neue Dienstform befürwortet und die Einführung eines BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD bei gleichzeitiger Erhöhung der Förderung und Weiterausbau der bestehenden Freiwilligendienste sehr begrüßt.
Aus Sicht des Paritätischen, der vielfach gleichzeitig Träger des FSJ und des ZD in den Paritätischen Mitgliedsorganisationen ist, gibt es gute Gründe, die Planungen des Bundes zu befürworten:
1. das Angebot des Bundes, die freiwerdenden ZD-Gelder für die Installierung von 35.000 neuen Plätzen im Rahmen eines neuen BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD und den weiteren Ausbau der Plätze im FSJ zur Verfügung zu stellen, kann zur Milderung der Folgen des Wegfalls von derzeit 90.000 bundesweit besetzten Zivildienstplätzen beitragen
2. da der BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD in Bundesverwaltung (wie auch jetzt der ZD) bleiben soll, können nur so die Mittel aus dem Zivildienst für den sozialen Bereich gesichert werden
3. wir gehen davon aus, dass heutige ZD- und FSJ-Einrichtungen großes Interesse daran haben, die Palette der Angebote für Freiwilligendienste zu erweitern und beide Dienstformen BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD und FSJ anzubieten, zumal hier beträchtliche Förderung durch den Bund aus Mitteln des ZD in Aussicht gestellt ist
4. das bestehende FSJ soll durch den BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD nicht verdrängt werden – in Einrichtungen, die gleichzeitig FSJ- und ZD-Stelle sind, geht die Schaffung von neuen FSJ-Plätzen der Einrichtung von Plätzen im BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD vor
5. Steuerungsverantwortung für die Umsetzung beider Freiwilligendienst-Formen hat der Träger, der diese koordiniert und organisiert – also der Paritätische Landesverband, so, wie Sie es bislang aus FSJ und ZD kennen
6. die Organisation und Strukturierung des neuen BUNDESFREIWILLIGENDIENST – BFD soll in Bundesverantwortung bleiben – dennoch dezentral durchgeführt, wie bisher im ZD von den Trägern des ZD

Formulare und weiterführende Informationen zum Download