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Weil Du gebraucht wirst - Eindrücke
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Sabrina begleitet Kinder mit Behinderung durch den Alltag

Sabrina Borth hat durch den Bundesfreiwilligendienst viel gelernt und ihre Berufswünsche neu sortiert. Mit viel Geduld steht sie Kindern zur Seite, die ihre Hilfe brauchen. Bei kurzfristigen Einsätzen braucht sie oft besonderes Einfühlungsvermögen.

Mit dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) wollte Sabrina Borth eigentlich nur die Zeit zwischen Schule und Studium überbrücken. „Ich habe mich aber durch meine Zeit beim BFD entschlossen, auch beruflich in die soziale Richtung zu gehen“, sagt die 23-Jährige heute. Sie absolviert ihren Freiwilligendienst beim „Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e.V.“ (CBF).

Sabrina arbeitet in der Schulbegleitung von Kindern mit Behinderung und wird oft als „Springerin“ eingesetzt. Das heißt, sie „springt“ kurzfristig ein, wenn ein Kind Hilfe braucht oder ein Betreuer ausfällt. „Wir lernen das Kind kennen und versuchen dann, es im Alltag und in der Schule zu begleiten“, sagt Sabrina. „Wir helfen ihm dabei, sich zu integrieren und seinen Nachteil auszugleichen.“ Bei einem Kind mit einer Hörbehinderung bedeutet das beispielsweise, dass Sabrina in der Schule neben dem Kind sitzt und noch einmal wiederholt, was der Lehrer gesagt hat, wenn das Kind Schwierigkeiten hat, ihn zu verstehen. Einem Kind mit Sehbehinderung hilft Sabrina dabei, das Blatt oder die Schere so vor die Augen zu halten, dass das Kind etwas erkennen und damit arbeiten kann. Es geht immer darum, die Kinder möglichst sinnvoll zu unterstützen und gleichzeitig ihre Selbstständigkeit zu wahren und zu fördern.

Selbstbestimmung ermöglichen

Seit über 40 Jahren verfolgt der CBF das Ziel, Menschen mit Behinderung einen selbstbestimmten Lebensweg zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen und zu begleiten. Um das zu erreichen, muss sich Sabrina auf das Tempo ihrer Schützlinge einstellen: „Ich habe gelernt, dass man manche Dinge einfach nicht erzwingen kann“, sagt sie. Es sei vor allem wichtig, was das Kind möchte und wie man es dabei individuell und sinnvoll unterstützen könne.

25 engagierte Menschen absolvieren derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst beim CBF. Ines Neubert, Koordinatorin der Schulbegleitung, ist sehr zufrieden mit den Freiwilligen: „Wir machen mit denen wirklich sehr gute Erfahrungen“, sagt Neubert. „Es sind junge Menschen, die oft direkt aus der Schule kommen, aber sehr viel mitbringen, vor allem viel Engagement!“

Mit Herausforderungen umgehen

Für Sabrina war die Tätigkeit als Springerin manchmal herausfordernd. „Was mir am meisten geholfen hat war eigentlich, dass ich immer versucht habe, auf die Kinder einzugehen“, sagt sie. Es sei wichtig, ein Anfangsvertrauen zu schaffen. Dafür brauche man vor allem Einfühlungsvermögen.

Bei ihrer Arbeit werden die Freiwilligen von den Pädagogen des CBF betreut, die ihnen zum einen dabei helfen, sich auf die Arbeit mit den Kindern einzustellen, und zum anderen als permanente Ansprechpartner bereit stehen. „Wir haben auch ein Notfall-Handy und wollen ihnen das Gefühl geben, dass sie jederzeit zu uns kommen können“, sagt Ines Neubert. Dabei gehe es auch darum, ob jemand überfordert sei und Unterstützung brauche. „Wir gehen nicht davon aus, dass sie schon alles können“, so Neubert. „Sie sollen hier ja auch ganz viel lernen.“